Corona-Erwerbsersatz (EO)

Neue Regelungen ab dem 17. September 2020

Die bisherigen Leistungen der Corona Erwerbsersatzentschädigung basierten auf einer Notverordnung, die per 16. September 2020 ausgelaufen ist. Bundesrat und Parlament haben die notwendigen Voraussetzungen geschaffen, damit die Corona-Entschädigung unter bestimmten Voraussetzungen ab dem 17. September 2020 weiter ausbezahlt werden kann.

Wer einen Anspruch nach dem 17. September 2020 geltend machen will, muss in jedem Fall eine neue Anmeldung einreichen. Voraussetzung ist, dass ein Erwerbsausfall eingetreten ist.

Wer hat Anspruch auf eine Entschädigung?

  • Eltern mit Kindern, die ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen, weil die Fremdbetreuung der Kinder nicht mehr gewährleistet ist.
  • Personen, die wegen einer Quarantänemassnahme ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen.
  • Besonders gefährdete Personen, die ihre Arbeitsverpflichtungen nicht von zuhause aus erfüllen können, denen kein angemessener Schutz am Arbeitsplatz geboten werden kann und die keine Ersatzarbeit ausführen und daher freigestellt sind.
  • Selbständigerwerbende oder Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung, die ihren Betrieb wegen kantonal oder auf Bundesebene festgelegten Massnahmen schliessen müssen.
  • Selbständigerwerbende oder Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung, die vom Veranstaltungsverbot betroffen sind oder deren Veranstaltung wegen kantonal oder auf Bundesebene festgelegten Massnahmen abgesagt wurde.
  • Selbständigerwerbende oder Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung, die ihre Erwerbstätigkeit aufgrund von Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus massgeblich einschränken müssen und im Jahr 2019 ein AHV-pflichtiges Einkommen von mindestens 10'000 Franken erzielt haben. Für Ansprüche bis 18. Dezember 2020 muss die Umsatzeinbusse mindestens 55 Prozent betragen (im Vergleich zu den Vor­jahren). Ab 19. Dezember 2020 gilt die Schwelle von 40 Prozent und ab dem 1.4.2021 eine Schwelle von 30 Prozent.
  • Selbständigerwerbende, welche besonders gefährdet sind, wenn sie ihre Arbeit aufgrund von organisatorischen oder technischen Gründen nicht von zuhause aus verrichten können.

Sie finden die Anmeldeformulare sowie ein Merkblatt mit weiteren Informationen rechts auf der Seite.

Informationen zu diversen weiteren Hilfen wie Härtefallprogramm, Kurzarbeitsentschädigung, usw. finden Sie auf der Webseite des Kantons unter www.nw.ch.


Erwerbsersatzordnung

Anspruch auf Erwerbsausfallentschädigungen haben in der Schweiz oder im Ausland wohnende Personen, die

  • in der schweizerischen Armee, im militärischen Frauendienst oder im Rotkreuzdienst Dienst leisten
  • Zivildienst leisten
  • im Zivilschutz Dienst leisten
  • an eidgenössischen oder kantonalen Leiterkursen von Jugend und Sport teilnehmen
  • an Jungschützenleiterkursen teilnehmen

Die Dienstleistenden erhalten von den Rechnungsführern bzw. der Vollzugsstelle für jeden Dienst eine Meldekarte über die geleisteten Diensttage und leiten sie vollständig ausgefüllt weiter an den Arbeitgeber. Nichterwerbstätige leiten ihre Meldekarte an die kantonale Ausgleichskasse des Studienortes oder des Wohnsitzkantons weiter. Ohne Meldekarte wird keine Entschädigung ausgerichtet.


Mutterschaftsentschädigung

Erwerbstätige Mütter können für die ersten 14 Wochen nach der Geburt des Kindes eine Mutterschaftsentschädigung erhalten. Dazu muss die Mutter in den neun Monaten vor der Geburt in der Schweiz bei der AHV/IV/EO versichert gewesen sein. Zudem muss sie innerhalb dieser neun Monate mindestens fünf Monate erwerbstätig gewesen sein. Zum Zeitpunkt der Geburt muss die Mutter in einem Arbeitsverhältnis stehen oder als Selbständigerwerbende bei einer Ausgleichskasse angeschlossen sein. Nimmt die Mutter die Arbeit innerhalb der 14 Wochen nach der Geburt wieder auf, entfällt für die restliche Zeit der Anspruch auf die Entschädigung.

Die Mutterschaftsentschädigung muss mit dem offiziellen Formular angemeldet und bei jener Ausgleichskasse eingereicht werden, bei der zuletzt Beiträge abgerechnet worden sind.


Vaterschaftsentschädigung (VSE) - gültig ab 1.1.2021

Ab dem 1.1.2021 erhalten alle erwerbstätigen Väter das Recht auf einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub, also 10 arbeitsfreie Tage. Der Urlaub kann am Stück oder verteilt auf einzelne Tage innerhalb von 6 Monaten bezogen werden. Das Merkblatt "6.04 – Vaterschaftsentschädigung" ist rechts auf dieser Seite aufgeschaltet und gibt weitere Auskünfte. Ebenfalls finden Sie rechts das Anmeldeformular aufgeschaltet.

Coronavirus - wichtige Informationen

Corona Erwerbsersatzentschädigung: Hier finden Sie Informationen

Information zur Schalteröffnung: Wir sind für Sie da, sei dies telefonisch oder per E-Mail! Persönliche Termine vor Ort sind in zwingenden Fällen möglich, jedoch nur auf Voranmeldung. Es besteht eine Maskenpflicht für alle Besucherinnen und Besucher.

Möchten Sie Unterlagen vorbeibringen? Legen Sie diese in den Briefkasten der Ausgleichskasse/IV-Stelle rechts bei unserem Hauseingang (Erdgeschoss).