Ergänzungsleistungen (EL)

EL-Reform 2021

Per 1.1.2021 tritt eine umfangreiche EL-Reform in Kraft. Die wichtigsten Punkte sind:

  • Anhebung der Mietzinsmaxima
  • Stärkere Berücksichtigung des Vermögens
    • Einführung einer Eintrittsschwelle
    • Einführung einer Rückerstattungspflicht
    • Senkung der Vermögensfreibeträge
  • Neue Regelung für den Lebensbedarf von Kindern
  • Anrechnung von 80 % des Einkommens des Ehegatten
  • Krankenversicherungsprämie: Tatsächliche Ausgaben
  • Anpassung der EL-Berechnung für Personen im Heim
  • Senkung des EL-Mindestbetrages

Sie finden dazu weitere Informationen rechts auf dieser Seite: Ein Merkblatt, eine Präsentation sowie die Leistungsansätze und ein Frage-Antwortdokument.

Für Fragen stehen wir Ihnen per Info-Line zur Verfügung: 041 618 51 02



Ergänzungsleistungen (EL) nach Bundesrecht können Personen erhalten,

  • die einen Anspruch auf eine Rente der AHV oder der IV, eine Hilflosenentschädigung der IV oder während mindestens sechs Monaten auf ein Taggeld der IV haben
  • die in der Schweiz Wohnsitz und tatsächlichen Aufenthalt haben und die Bürgerinnen oder Bürger der Schweiz sind. Auch Ausländerinnen oder Ausländer können EL erhalten, wenn sie seit mindestens 10 Jahren ununterbrochen in der Schweiz leben. Für Flüchtlinge oder Staatenlose beträgt diese Frist 5 Jahre
  • Personen ohne Rentenanspruch, weil sie keine oder zu wenig lange AHV- und IV-Beiträge bezahlt haben, können unter gewissen Voraussetzungen auch einen EL-Anspruch haben.

Es bestehen zwei Kategorien von Ergänzungsleistungen:

  • jährliche Leistungen, die monatlich ausbezahlt werden
  • Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten

Die jährlichen Ergänzungsleistungen entsprechen der Differenz zwischen den anerkannten Ausgaben und den Einnahmen, die angerechnet werden können. Dabei ist zu unterscheiden zwischen Personen, die zu Hause leben und Personen, die in einem Heim wohnen.

Bei den Einnahmen werden angerechnet:

  • Renten der AHV, IV, der Pensionskassen, der Militär- und Unfallversicherungen und weiterer Sozialversicherungen
  • Einkünfte aus Vermögen wie Zinsen, Miete, Untermiete, Pacht oder Nutzniessung
  • Mietwert der Wohnung
  • familienrechtliche Unterhaltsbeiträge wie Alimente
  • Ersatzeinkünfte wie Taggelder der Krankenkasse, der IV, der Arbeitslosen- oder Unfallversicherung
  • Einkünfte und Vermögenswerte, auf die verzichtet worden ist
  • ein Teil des Vermögens als Vermögensverzehr
  • teilweise das Einkommen aus Erwerbstätigkeit

Der Anspruch auf EL besteht erstmals für den Monat, in dem die Anmeldung eingereicht worden ist und sämtliche gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Wird die Anmeldung für die EL innert sechs Monaten seit Zustellung der Verfügung über eine Rente der AHV oder IV eingereicht, so beginnt der Anspruch mit dem Monat der Einreichung des Anmeldeformulars zum Bezuge der Rente, frühestens jedoch vom Beginn der Rentenberechtigung an. Krankheits- und Behinderungskosten müssen innert fünfzehn Monaten seit Rechnungsstellung oder beim Ableben des Bezügers innert zwölf Monaten seit dem Todesdatum geltend gemacht werden.



Information für EL-Bezügerinnen und Bezüger betreffend Maskenvergütung

Im öffentlichen Verkehr sind seit Juli 2020 Masken vorgeschrieben. Bezügerinnen und Bezüger von Ergänzungsleistungen zu AHV/IV (EL) erhalten die Kosten der Masken wie folgt vergütet:

  • EL-Beziehende, die (teil)-erwerbstätig sind, können die Kosten für die Masken als Gewinnungskosten abziehen.
  • EL-Beziehende, die zur medizinischen Behandlung fahren, können die Kosten für die Masken als Transportkosten abrechnen.
  • EL-Beziehende, die den öV freiwillig benutzen, können die Kosten für die Masken über den Lebensbedarf finanzieren.

Die Kosten für drei waschbare und wiederverwertbare Stoffmasken betragen rund Fr. 30.--.

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