Corona-Erwerbsersatzentschädigung EO

Der Bundesrat hat Massnahmen getroffen, um die wirtschaftlichen Folgen der Verbreitung des Coronavirus für betroffene Unternehmen und Arbeitnehmende abzufedern. Eltern, Personen in Quarantäne und Selbständigerwerbende haben Anspruch auf Entschädigung für Erwerbsausfall.

Wer hat Anspruch auf die Entschädigung?

  • Selbständigerwerbende, die ihren Betrieb aufgrund der bundesrechtlich Anordnung im Zusammenhang mit der Bekämpfung des Coronavirus schliessen mussten (Beispiel: Coiffeurladen, Kosmetikstudio) oder wegen des Veranstaltungsverbotes einen Erwerbsausfall erleiden.
  • Selbständigerwerbende, Härtefall-Regelung: Sie durften Ihrer Tätigkeit zwar weiter nachgehen, haben aber wegen der Bekämpfung des Coronavirus trotzdem einen Erwerbsausfall erlitten (Beispiel: Taxifahrer, Physiotherapeuten).
  • Eltern mit Kindern unter zwölf Jahren, die ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen, weil die Fremdbetreuung der Kinder nicht mehr gewährleistet ist.
  • Eltern mit Kindern/Jugendlichen mit gesundheitlicher Beeinträchtigung nach dem 12. Altersjahr. Sie können den Anspruch bis zum 20. Altersjahr geltend machen, wenn die Fremdbetreuung wegen einer Schliessung − beispielsweise der Sonderschule oder der sozialen Institution − wegfällt.
  • Personen, die wegen einer ärztlich oder behördlich angeordneten Quarantänemassnahme ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen.

Es gibt keine Anmeldefrist, zu beachten sind jedoch die allgemeinen Verjährungsregeln (5 Jahre). Die Leistung wird monatlich rückwirkend ausbezahlt.


Erwerbsersatzordnung

Anspruch auf Erwerbsausfallentschädigungen haben in der Schweiz oder im Ausland wohnende Personen, die

  • in der schweizerischen Armee, im militärischen Frauendienst oder im Rotkreuzdienst Dienst leisten
  • Zivildienst leisten
  • im Zivilschutz Dienst leisten
  • an eidgenössischen oder kantonalen Leiterkursen von Jugend und Sport teilnehmen
  • an Jungschützenleiterkursen teilnehmen

Die Dienstleistenden erhalten von den Rechnungsführern bzw. der Vollzugsstelle für jeden Dienst eine Meldekarte über die geleisteten Diensttage und leiten sie vollständig ausgefüllt weiter an den Arbeitgeber. Nichterwerbstätige leiten ihre Meldekarte an die kantonale Ausgleichskasse des Studienortes oder des Wohnsitzkantons weiter. Ohne Meldekarte wird keine Entschädigung ausgerichtet.


Mutterschaftsentschädigung

Erwerbstätige Mütter können für die ersten 14 Wochen nach der Geburt des Kindes eine Mutterschaftsentschädigung erhalten. Dazu muss die Mutter in den neun Monaten vor der Geburt in der Schweiz bei der AHV/IV/EO versichert gewesen sein. Zudem muss sie innerhalb dieser neun Monate mindestens fünf Monate erwerbstätig gewesen sein. Zum Zeitpunkt der Geburt muss die Mutter in einem Arbeitsverhältnis stehen oder als Selbständigerwerbende bei einer Ausgleichskasse angeschlossen sein. Nimmt die Mutter die Arbeit innerhalb der 14 Wochen nach der Geburt wieder auf, entfällt für die restliche Zeit der Anspruch auf die Entschädigung.

Die Mutterschaftsentschädigung muss mit dem offiziellen Formular angemeldet und bei jener Ausgleichskasse eingereicht werden, bei der zuletzt Beiträge abgerechnet worden sind.

Coronavirus - wichtige Informationen

Corona Erwerbsersatzentschädigung: Hier finden Sie Informationen

Unser Empfang/Schalter ist bis auf Weiteres geschlossen. Hier geht es zur ausführlichen Information dazu.

Möchten Sie Unterlagen vorbeibringen? Legen Sie diese in den Briefkasten der Ausgleichskasse/IV-Stelle rechts bei unserem Hauseingang (Erdgeschoss).